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Nährwerte, Nährwertangaben, Kennzeichnung, Verb...

Nährwerte, Nährwertangaben

Nährwerte, Nährwertangaben

Naehrwertkennzeichnungspflicht,_Naehrwert_Kennzeichnung,_gutesvonkreta

 

Die Kennzeichnung der Lebensmittel in unserem Shop folgt den gesetzlichen Bestimmungen:

Die Europäische Kommission hat eine neue Verordnung zur Bereitstellung von Lebensmittelinformationen für Verbraucher („Lebensmittelinformationsverordnung“) veröffentlicht, die für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) bindend ist. Die Verordnung, mit der die Nährwertkennzeichnung für vorverpackte Lebensmittel verpflichtend wird, wird in den nächsten Jahren umgesetzt. Doch was besagen die neuen Regelungen im Detail?


Obligatorische Nährwertkennzeichnung
Nach acht Jahre währenden Verhandlungen ersetzt eine neue Lebensmittelkennzeichnungsverordnung die Richtlinien 90/496/EWG und 2000/13/EG.1–3 Mit der neuen Verordnung wird die Nährwertkennzeichnung verpflichtend. Hersteller müssen künftig Angaben zum Energiegehalt und sechs Nährstoffen (Fette, gesättigte Fette, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz, in dieser Reihenfolge) je 100 g oder 100 ml des Produkts bereitstellen.3 Diese Informationen sind in einer Nährwerttabelle gut sichtbar auf der Verpackung (in der Regel auf der Rückseite) anzubringen und können optional zusätzlich auf Portionsbasis gemacht werden. Weitere Nährwertangaben (d. h. zu einfach und mehrfach gesättigten Fettsäuren, mehrwertige Alkohole, Stärke, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen) können freiwillig gemacht werden. Zu beachten ist, dass die Verordnung nur eine Kennzeichnung im selben Sichtfeld vorschreibt (üblicherweise die Packungsrückseite). Eine Kennzeichnung im Hauptsichtfeld (z.B. auf der Verpackungsvorderseite) bleibt freiwillig.
 
Spezifische Regeln gelten, wenn Informationen auf der Verpackungsvorderseite wiederholt werden (dies ist begrenzt auf den Energiegehalt oder eine Kombination aus Gehaltsangaben zu Energie, Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz). In diesen Fällen muss der Energiegehalt in absoluten Mengen pro 100 g (ml) angegeben werden, und wahlweise zusätzlich pro Portion. Nach der neuen Verordnung muss der Energiegehalt weiterhin in Kilojoule (kJ) und Kilokalorien (kcal) pro 100 g (ml) aufgeschlüsselt werden (eine Kilokalorie entspricht 4,2 kJ). Wenn diese Informationen für eine Portion oder Einheit (z. B. pro Keks) angegeben werden, muss die Portions-/Einheitengröße vermerkt werden, zusammen mit der Anzahl der in der Packung enthaltenen Portionen oder Einheiten.
 
Für die Mehrheit der Verpackungsetiketten ist eine Mindest-Schriftgröße von 1,2 mm für alle obligatorischen Nährwertinformationen vorgeschrieben. Bei kleineren Verpackungen (mit einer maximalen Oberfläche von unter 80 cm2) ist die Mindest-Schriftgröße geringer (0,9 mm). Des Weiteren dürfen freiwillige Informationen (z. B. Slogans oder Claims) nicht so angebracht werden, dass die Präsentation der Pflichtinformationen beeinträchtigt wird.
 
Allergen-Kennzeichnung
Es gibt eine Reihe von Lebensmitteln, die als Ursache für die meisten allergischen Reaktionen auf Lebensmittel angesehen werden können. Sind diese Lebensmittel in einem Produkt enthalten, so muss das klar in der Zutatenliste aufgeführt und hervorgehoben sein. Diese Verpflichtung gilt auch für nicht vorverpackte Lebensmittel und schließt Speisen in Restaurants und Cafés mit ein.
Allergenkennzeichnung >>>

Sprachanforderungen
Die obligatorischen Nährwertkennzeichnungen müssen in einer für Verbraucher klar verständlichen Sprache verfasst sein. Ferner können die Mitgliedsstaaten, in denen ein Produkt vermarktet wird, fordern, dass die Informationen in einer oder mehreren offiziellen EU-Sprachen bereitgestellt werden.
 
Anforderungen für den Fernabsatz
Bei einem Fernabsatz der Lebensmittel (z. B. Verkauf über das Internet oder Kataloge) müssen die auf dem Verpackungsetikett enthaltenen Pflichtangaben vor Kaufabschluss einzusehen sein. Diese Informationen sind auch auf allen Begleitmaterialien zum Fernabsatz oder auf andere geeignete Weise zur Verfügung zu stellen (z. B. auf Webseiten oder im Katalog).
 
Inkrafttreten
Für alle vorverpackten Lebensmittelprodukte, die innerhalb der EU verkauft werden, ist die Nährwertkennzeichnung gemäß den neuen Regeln innerhalb von drei Jahren nach der formalen Annahme, d. h. bis Dezember 2014, umzusetzen, sofern bereits Informationen bereitgestellt wurden. Wurden hingegen bislang noch keine Nährwertangaben gemacht, gilt eine Umsetzungsfrist von fünf Jahren, also Dezember 2016.

Ausnahmen
Die neue Verordnung klammert bestimmte Lebensmittelkategorien von der obligatorischen Nährwertkennzeichnung aus. Zu den Ausnahmen gehören unverarbeitete Lebensmittel oder solche Artikel, bei denen Nährwertangaben nicht als bestimmender Faktor für die Kaufentscheidungen der Verbraucher anzusehen sind, sowie Produkte, deren Verpackung für die obligatorische Kennzeichnung zu klein ist.
 
Alkoholische Getränke bleiben vorläufig von der Kennzeichnungspflicht im Hinblick auf Zutatenlisten und Nährwertinformationen ausgeschlossen. Die Europäische Kommission wird sich allerdings binnen drei Jahren nach Inkrafttreten der Verordnung mit diesem Thema auseinandersetzen und gegebenenfalls Änderungen vorschlagen.
 
Ausblick
Die neuen Rechtsvorschriften zur Lebensmittelkennzeichnung sollen Verbraucher unterstützen, besser informierte Entscheidungen im Hinblick auf ihre Ernährung zu treffen. Allerdings bleibt die Herausforderung, das Interesse an einer gesunden Ernährung zu wecken und Verbraucher zu motivieren, sich mehr mit diesem Thema zu beschäftigen. Die Bereitstellung konsistenter Informationen auf allen Lebensmittelprodukten wird hoffentlich dazu beitragen, das Wissen um und den Gebrauch von Nährwertangaben zu fördern.
 
Literatur

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